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4 Schlafmythen und was dahinter steckt

Schlafmythen

Wir haben einige beliebte Tipps der Boulevardpresse auf ihren wissenschaftlich prüfbaren Wahrheitsgehalt untersucht. Denn wer schon so kaum genug Zeit zu schlafen hat, hat wenig Interesse viele der sogenannten Tipps für mehr "Schlafhygiene" zu entschlüsseln. Welche Tipps sind wirklich nützlich und welche sind nur gut gemeint?

Mythos 1: "Man kann nicht vorschlafen, aber man kann Schlaf nachholen."

Klar, wir verstehen wie verlockend die Idee klingt am Wochenende oder im Urlaub all den Schlaf nachzuholen, den man im normalen Alltag einfach nicht bekommt. Frühere Studien gaben dabei durchaus Anlass zu glauben, dass an der These etwas dran ist. Doch leider lässt sich die Aussage, dass man Schlaf nachholen kann, mit neueren und wissenschaftlich besser durchführten Studien nicht mehr halten. Im Gegenteil: Aktuelle Studien zeigen, dass ein paar mehr Stunden Schlaf die Leistungsfähigkeit einschließlich des Immunsystems zwar wieder normalisieren können - aber nur für wenige Stunden. Schon am selben Tag sinkt die Reaktionszeit des Gehirns wieder um das 10-fache ab.

Mythos 2: "Späte Mahlzeiten halten nachts wach weil der Darm arbeiten muss."

Gute Nachrichten für alle, die sich abends vor dem Schlafengehen gerne noch einen kleinen Snack gönnen. Denn auch wenn eine vollwertige Mahlzeit kontraproduktiv ist wenn es um guten Schlaf geht, leichte Snacks sind absolut kein Problem. Im Gegenteil. Zum einen fördert ein kohlehydratreicher Snack die Ausschüttung des beruhigend Neurotransmitters Serotonin. Zum anderen beginnt mit dem Schlafengehen eine Phase des Fastens für den Körper - und es dauert um die acht Stunden bis zur nächsten Aufnahme von Nahrung. Bei vielen Menschen sinkt über Nacht daher der Blutzuckerspiegel derart ab, dass Sie morgens wieder gerädert sind und nur schwer aus dem Bett kommen. Dem kann man ganz einfach vorbeugen mit einem Snack vor dem Schlafengehen. Besonders geeignet sind dabei Nüsse oder auch Nussbutter.

Mythos 3: "Kein Kaffee nach 16 Uhr!"

Die Grundaussage ist richtig, doch sie geht bei weitem nicht weit genug. Koffein hat generell eine Halbwertszeit von bis zu 6 Stunden im Körper. Das heisst, wer um 16 Uhr noch eine Tasse Kaffee trinkt hat um 22 Uhr abends noch die Hälfte des Koffeingehalts im System. Daher sollte Kaffee als Faustregel stets vor Mittag getrunken werden. Am besten hilft er nach der ersten Mahlzeit ca. 1.5 Stunden nach dem morgendlichen Aufstehen.

Mythos 4: "Gähnen ist das Zeichen dass der Körper Schlaf braucht."

Gähnen gilt generell als Indikator dafür, dass man müde ist und Schlaf braucht. Die Wahrheit ist, dass der Grund für gähnen immer noch ein Mysterium ist - selbst nach vielen Jahrzehnten intensiver Forschung auf dem Gebiet. Eines der aktuellsten Experimente legt den Schluss nahe, dass das Gähnen ein Bemühen des Körpers ist, das Gehirn herunterzukühlen.  

Auch der bekannte Effekt, dass Gähnen ansteckend ist, ist nach wie vor ein Rätsel. Studien zeigen, dass 60% der Menschen ebenfalls gähnen müssen, wenn ein Mensch in ihrem unmittelbaren Umfeld gähnt. Und das gilt sogar für Tiere. Viele Wissenschaftler glauben, dass Gähnen in unserer Vergangenheit unseren Vorfahren half, ihr Ruhezeiten im Rudel zu koordinieren. Denn mit der gleichen Routine ist es für eine Gruppe einfacher tagsüber effektiv zusammenzuarbeiten.

Und für alle Schlaflosen haben wir DreamQuick entwickelt, um einen von Natur aus gesunden Schlafrhythmus zu fördern.